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So fing es an.....

Logo von Outback Africa

Nachdem wir schon viele Länder Afrikas besucht hatten, war es unser Wunsch Botswana und insbesondere das Okawango Delta zu sehen. Also suchten wir nach einem Anbieter, der sich dort auskennt und fanden schnell eine Reise die uns zusagte: Möglichst mit Komfort, aber trotzdem hautnah im Busch. Outback Africa bot unter dem Titel "Abenteuer mit Stil" eine solche Reise an und wir entschlossen uns schnell die Reise zu buchen. Die Reise bestand aus den Teilen: Victoriafälle, Chobe National Park, Busch Camp und Moremi Crossing Camp. Es war eine gute Mischung aus Komfort am Anfang und am Ende der Reise. Das Zelten im Busch ist zwar für "Nicht Campingfreunde" etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach einem Tag hatte man auch das akzeptiert.

Okawango Delta

Das Okavangodelta ist das im Nordwesten Botswanas gelegene Binnendelta des Okavangos. Der Okavango fächert sich auf und versickert im Kalaharibecken bzw. verdunstet zu großen Teilen. Dabei bildet er inmitten der Kalahari mit über 20.000 Quadratkilometern eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas.

Reisebeschreibung

Livingstone

Nachdem wir in Johannesburg angekommen waren, ging es nach einiger Zeit weiter nach Livingstone (Sambia) direkt an die Victoriafälle. Wir wohnten im Hotel Sambesi Sun und hatten nun 2 Tage Zeit um uns zu akklimatisieren. Auf der Sambischen Seite liegt der kleinere Teil der Victoriafälle, der größere Teil liegt in Simbabwe. Aufgrund der Jahreszeit führte der Sambesi wenig Wasser und so konnte auch nur wenig die über 100 m tiefen Fälle herunterstürzen.

Chobe

Wir verließen Livingstone und fuhren über die Grenze nach Botswana. Unser Quartier war die Chobe Safari Lodge, eine sehr schöne Lodge in der Nähe des Chobe Nationalparks. Von hier aus machten wir täglich 2 Safaris in den Park. Bemerkenswert im Chobe National Park ist die Anzahl der Elefanten, die man hier aus nächster Nähe sieht. Sie treten in großen Gruppen auf. Aufgrund des zu jeder Zeit ausreichenden Wassers im Okawango Delta, leben die Tiere hier wie im Schlaraffenland. Einsame Wasserlöcher müssen nicht gesucht werden, überall ist Wasser vorhanden.

Dann ging's in den Busch

Von der Chobe Safari Lodge wurden wir zum Flughafen Kasane gebracht und mit dem Flugzeug ging es dann 30 Minuten über das Okawangodelta zu unserem Bushcamp. Unser Guide Vincent, der uns 6 Tage begleiten sollte, holte uns vom Airstrip ab und wir fuhren zum Buschcamp. Schon auf der Fahrt konnten wir unsere ersten Tierbeobachtungen machen, unter anderem eine Gruppe fauler Löwen, die sich noch nicht entschlossen hatte ihr Abendessen zu besorgen.

Im Buschcamp

Wir erreichten dann irgendwann unser Camp und wurden von unseren Begleitern für die nächsten 6 Tage, Vincent unserem Guide, Russel unserem Koch und zwei Assistenten/Kellnern, begrüßt. Wir, das waren insgesamt 6 Leute, nahmen unsere Unterkünfte in Augenschein und waren gespannt auf die erste Nacht - praktisch unter freiem Himmel. Es sah für uns verwöhnte Europäer etwas gewöhnungsbedürftig aus, aber wir waren fest entschlossen, das anzunehmen. Das Zelt war 3 mal 3 m groß, hatte 2 Pritschen und hinten war ein "open air" Dusch und Toilettenplatz mit Zeltplanen angebaut. Küchenzelt und unser Essplatz waren ebenfalls schon errichtet.

6 Tage Camp

Die erste Nacht war natürlich eine Herausforderung. Liegend auf einer Pritsche von 60cm Breite, umgeben von den Geräuschen von Zikaden, Vögeln, entfernten Hippos, Löwen Hyänen und vielen unbekannten Tönen, die wir nicht zuordenen konnten, schlief man dann irgendwann auch mal für eine Stunde ein. Am nächsten Tag hatte man dann den Ablauf schon angenommen: 6 Uhr aufstehen, kurze Katzenwäsche, Kaffee, Müsli und Toast. Danach die erste Pirschfahrt. Rückkehr gegen 11:30 zum Brunch. Russel hatte jeden Tag unglaubliche Dinge auf den Tisch gezaubert. Frisches Brot, Kuchen, frische Suppen, Schnitzel, Hähnchen, Rinderfilet und natürlich auch leckeren Nachtisch. Nach dem Brunch war dann Siesta angesagt, bevor es um 16:30 auf die nächste Pirschfahrt ging. Das war die Zeit zu duschen. Nachdem man Warmes Wasser angefordert hatte, wurde das in den Duschbehälter eingefüllt und man konnte seine Duschorgie beginnen. Es war natürlich nur ein Eimer Wasser, also Sparen war angesagt....oder man bestellte einen zweiten Eimer.

Nach Rückkehr von der zweiten Pirschfahrt gegen 19:30 wurde man mit einem Gin Tonic begrüßt, saß am Lagerfeuer und ließ seine Erlebnisse Revue passieren. Danach servierte Russel sein Dinner, wahlweise mit Weiß- oder Rotwein.

Pirschfahrten

Täglich zweimal waren wir für mehrere Stunden mit Vincent unterwegs und durchstreiften die Landschaft. Wir haben dabei immer wieder neue Tiere gesehen. Insbesondere die Löwen, Elefanten und Hippos waren zahlreich vertreten. Aber auch der Vogelliebhaber kam voll auf seine Kosten. Einige Situationen mit Elefanten und Löwen haben schonmal unseren Atem stocken lassen. Aber Vincent wusste genau, wie die Tiere reagieren und zeigte immer die richtige Reaktion.

Die Pirschfahrten sind im Fotoalbum dokumentiert.

..........nach dem Buschcamp

Nach 6 Tagen Busch brachte uns Vincent zum Airstrip und wir flogen nach Moremi. Das Moremi-Wildreservat ist ein 4871 km² großer Nationalpark. Er wurde 1963 proklamiert von der Witwe von Chief Moremi III, um den wildreichen Teil des Okavangodeltas zu schützen.
Wir verbrachten 2 Nächte in der Lodge Moremi Crossing. Es war die Rückkehr in die Zivilisation. Eigentlich besteht auch diese Lodge aus Zelten, die aber sehr groß und sehr gut ausgestattet sind. Die Lodge kann man mit dem Boot erreichen und verlassen. Sie liegt auf Chief Island und ist praktisch von Wasser umgeben. Von hier aus machten wir ebenfalls 2 Ausflüge täglich, natürlich mit dem Boot.

Das war's............

Nach diesen 2 Tagen im Moremi Wildreservat, die uns die Rückgewöhnung an die Zivilisation erleichtern sollten, ging es vom airstrip direkt nach Maun, dem touristischen Dreh- und Angelpunkt von Botswana. Unsere Maschine nach Johannesburg stand bereit und nach einem ca. 4 stündigen Aufenthalt auf dem neuen Flughafen von Johannesburg ging es zurück in die Heimat.

Alles in allem eine schöne, sehr interessante und ereignisreiche Reise.
...........und hier geht's zum Fotoalbum